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Hauszeitung KurT´s

Unser Hausmagazin heißt KurT's!

Der Name erinnert an den Gründer der Wohnresidenzen in Ruppichteroth, Hennef und neuerdings auch in Neunkirchen-Seelscheid: Kurt Brähmer.

KurT’s ist gleichzeitig auch eine Wortschöpfung, die die Namen der beiden Häuser Kurhaus am Park und Haus Tusculumzusammenfasst. Das Magazin KurT’s berichtet Monat für Monat aktuell und interessant über das Leben in unseren verschiedenen Häusern.

KurT's schreibt außerdem über verschiedene Aspekte des „Wohlfühlens“ , bringt regelmäßig kleine Reise-Reportagen und recherchiert „Termine & mehr“. Die Mitarbeit in der KurT's-Redaktion ist ausdrücklich erwünscht. KurT’s erscheint alle zwei Monate & ist kostenlos.

Die aktuelle Ausgaben zum Download gibt es rechts. 

Topthema im Oktober/November: Die Wahnbachtalsperre

Naherholungsgebiet und versorgungstechnisch wichtiger Faktor im Rhein-Sieg-Kreis

Eine Perle ganz nah vor unserer Haustür, die Wahnbachtalsperre in Siegburg-Seligenthal. Sie ist uns in den letzten Monaten wieder ins Bewusstsein gerückt, denn in Ermangelung fernliegender Urlaubs- und Erholungsziele zog sie so manchen alten Bekannten mal wieder in ihren Bann.

Eine Radtour nach Pinn, und schon wähnt man sich in einer anderen Welt, und das sogar noch nach Feierabend! Die Wahnbachtalsprerre bezaubert mit ihrer Größe und Unberührtheit.

Aber nicht nur das ist ein Trumpf in der Region. Sie liefert Trinkwasser in einer sehr hohen Qualität und fast jeder, der diese Zeitung liest, kommt tagtäglich in den Genuss dieses kühlen Nass.

Seit Ende 1958 ist sie voll funktionstüchtig. Die Wasserversorgung von Bonn und Siegburg war in den Jahren vor und nach dem Krieg bedenklich, so dass sich 1953 der Wahnbachtalsperrenverband mit dem Ziel gründete, Bonn, damals expandierende Hauptstadt, und das damit verflochtene Umland mit gutem Trinkwasser zu versorgen.

Das Wahnbachtal war zwar spärlich besiedelt, es lebten damals 20 Menschen dort, aber dennoch mussten vor dem ersten Spatenstich die „Luttersmühle”, das Gasthaus „Wahntaler Schweiz“ sowie zwei landwirtschaftliche Anwesen, der Hof „Hillenbach” und „Petershof”, abgerissen und die Bewohner dieser Häuser umgesiedelt werden. Vielleicht erinnern sich noch einige betagte Leser an diese Namen. Auch Landbesitzer, die im Wahnbach und in der geplanten Schutzzone darüber Weiden und Grasland hatten, mussten entschädigt werden.

Als die Asphaltdecke 2008 saniert und das Wasser bis auf eine Resttiefe von 20 Metern abgelassen werden musste, sah man noch einige Restmauern der einstigen Gebäude, Steinbrüche, Straßen und die erhaltene Bogenbrücke über das Derenbachtal. Tausende von Menschen pilgerten damals in das Tal, um die Verwandlung mit zu erleben.

Nun hat die Talsprerre ein riesiges Versorgungsgebiet und liefert sehr gutes Trinkwasser zum Beispiel bis Ruppichteroth, Königswinter und sogar auf die andere Rheinseite bis Meckenheim und Alfter.

Das Hauptwassergewinnungsgebiet der Talsperre liegt zwischen Wiehl-Drabenderhöhe im Nordosten und Hennef/ Much im Südosten sowie Siegburg/Seelscheid im Nordwesten mit dem Wahnbach und seinen Zuläufen. Die Talsperre hat einen Inhalt von 41 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr. Es dürfen nach Wasserrecht jährlich 28 Millionen Kubimeter entnommen werden, damit eine Reserve gesichert ist.

Die Gewässergüte wird durch die umliegende Landwirtschaft und dem damit verbundenen Eintrag der Algennährstoffe Nitrat und Phosphat beeinflusst. Schon in den 60er Jahren kam es zu einem Algenblühen, das die Trinkwasseraufbereitung beeinträchtigte. Die Vorbehandlung des Wassers erfolgt nun durch die am Zufluss der Wahnbachtalsprerre erbaute Phosphoreliminierungsanlage, die den Algen den Nährstoff entzieht.

Aufbereitet wird das Wasser in Siegburg Siegelsknippen. Das liegt etwa 100 Meter oberhalb des Wahnbachtals. Unterhalb der Staumauer befindet sich ein Maschinenhaus mit Pumpen für die Förderung des Rohwassers zur Aufbereitungsanlage. Zur Verwendung kommt etwa zu 65 Prozent das Wasser der Wahnbachtalsperre. Dies wird über einen Entnahmeturm geregelt, der drei Entnahmemöglichkeiten in 20, 25 und 30Metern über der Gründungssohle zulässt. Im Sommer, wenn das Wasser lichtdurchflutet ist, verbietet sich eine Entnahme aus den oberen Schichten. Das Pumpwerk fördert bis zu 3500 Kubikmeter Wasser stündlich.

Weiterhin wird zur Wassergewinnung noch Grundwasser aus dem unteren Sieggebiet bei Sankt Augustin Meindorf sowie aus dem Brunnen am Hennefer Siegbogen hinzugezogen. Die moderne Anlage Siegelsknippen stellt die chemische und bakteriologisch einwandfreie Beschaffenheit des behandelten Mischwassers sicher, das wir als Trinkwasser nutzen können, ohne dauerhaft gesundheitliche Schäden befürchten zu müssen. Für den Transport des Wassers werden über 230 Kilometer Transportleitungen für Roh- und Trinkwasser benötigt, es gibt 16 Trinkwasserbehälter mit einer Kapazität von 113.000 Kubikmetern und 17 Pumpwerke zur Druckerhöhung.  

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Schauen sie doch mal wieder vorbei!

Uta Liffmann
Haus Tusculum