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Hauszeitung KurT´s

Unser Hausmagazin heißt KurT's!

Der Name erinnert an den Gründer der Wohnresidenzen in Ruppichteroth, Hennef und neuerdings auch in Neunkirchen-Seelscheid: Kurt Brähmer.

KurT’s ist gleichzeitig auch eine Wortschöpfung, die die Namen der beiden Häuser Kurhaus am Park und Haus Tusculumzusammenfasst. Das Magazin KurT’s berichtet Monat für Monat aktuell und interessant über das Leben in unseren verschiedenen Häusern.

KurT's schreibt außerdem über verschiedene Aspekte des „Wohlfühlens“ , bringt regelmäßig kleine Reise-Reportagen und recherchiert „Termine & mehr“. Die Mitarbeit in der KurT's-Redaktion ist ausdrücklich erwünscht. KurT’s erscheint alle zwei Monate & ist kostenlos.

Die aktuelle Ausgaben zum Download gibt es rechts. 

Topthema im August/September: Urlaub in Deutschland — Willkommen zu Hause

Immer wieder werde ich von Bewohnern gefragt: „Wie verbringst Du Deine Urlaubszeit in diesem Sommer?“

„Tja”, antwortete ich in den vergangenen Tagen, „wir werden dieses Jahr, wie auch viele andere, zu Hause bleiben. Durch das Corona-Virus und den damit verbundenen Einschränkungen wurde der geplante Urlaub storniert und so wird es wohl ein Urlaub ohne Koffer.“

Vielen Bewohnern ist dies natürlich ein Begriff. Seit vielen Jahren veranstaltet das Kurhaus am Park die Urlaub-ohne-Koffer-Wochen und einige Bewohner hatten bereits die Möglichkeit, dabei dem gewohnten Alltag zu entfliehen. Das ganze ohne Kofferpacken und lange Reisen. Tagsüber waren sie in Italien, auf einer Südseeinsel, in Afrika, Frankreich, an der Nordsee oder in den Alpen und abends lagen alle gemütlich im eigenen Bett.

Nun sind die Maßnahmen gelockert und inzwischen ist es sogar wieder möglich, unter Einhaltung bestimmter Hygienevorschriften, Urlaub in Deutschland zu machen. Das hat mich bewegt, verschiedene Bewohner zu fragen, wohin sie verreisen würden.

Die prompte Antwort vieler Bewohner war „Deutschland! Warum in die Ferne reisen wenn es zu Hause auch schön ist?“ Mehrmals wurde dieser Satz auch ergänzt mit einer einfachen Erklärung: „In der Nachkriegszeit, den 50er und 60er Jahren dachten wir auch nicht daran, Urlaub zu machen. Wir träumten nur davon. Aber später dann waren Urlaube an der Nord- oder Ostsee möglich oder in den Alpen.“

Damit kam ein Stein ins Rollen und einige Bewohner berichteten mir von ihren Reisen und den wunderbaren Erlebnissen und Erinnerungen. Wie ich schnell merken konnte, wurden tatsächlich auch immer wieder die gleichen Städte genannt, die wohl mehr als eine Reise wert waren.

Marliese Bauer zum Beispiel ist eine Wiederholungstäterin. Der Odenwald hatte es ihr so angetan,

dass sie immer wieder dorthin fuhr, um ihren Urlaub dort zu verbringen. Der Odenwald ist ein Mittelgebirge in Südhessen, Unterfranken (Bayern) und im nördlichen Baden (Baden-Württemberg). Er gehört zu den eher unauffälligen Mittelgebirgen. Je nachdem, von welcher Seite man anreist, kann sogar der Eindruck entstehen, dass es sich nur um eine Hügellandschaft handelt. Besonders hoch sind die Berge tatsächlich nicht. Der höchste, der Katzenbuckel, ist gerade einmal 626 Meter hoch. Aber richtige Berglandschaften mit steilen Hängen und engen, verträumten Tälern gibt es trotzdem zur Genüge.

Marliese Bauer schwärmt von dem „Natur-Pur-Erlebnis” und den vielen kleinen Orten. Es gibt historische Altstädte mit schicken kleinen Fachwerkhäusern, wunderschöne Restaurants und Cafés. „Wir haben dort sehr schnell nette Leute kennengelernt. Im Laufe der Jahre haben wir uns dort immer wieder getroffen und uns deswegen den Namen Odenwald-Club gegeben.“ Gemeinsam mit den neuen Freunden ging es dann unter anderem in den Wald zum Pilze sammeln. „Die schmeckten einfach grandios”, strahlt Marliese Bauer mich an. Gewohnt wurde übrigens in einer Pension, mit Frühstück, so richtig schön gemütlich!

Mit ihrer guten Laune hat mich die Bewohnerin mittlerweile angesteckt und ich bekomme Lust, den

Odenwald zu entdecken, da war ich nämlich noch nicht!

Dann fällt ihr noch ein: Büsum an der Nordsee sei auf jeden Fall auch eine Reise wert. Die Krabben sind dort so lecker und wenn man ganz viel Lust hat, puhlt man sie sogar selbst. „Das haben wir auch gemacht.” Und sie ergänzt: „eine herrliche Gegend für Fischesser!“ Sie hatten dort vier Wochen Sonnenschein, von Schietwetter keine Spur. Aber Vorsicht: die Schifffahrt nach Helgoland empfiehlt Marliese Bauer nicht für jeden. Sie hat die Fahrt schon zweimal gemacht und jedes Mal wurde sie seekrank. Fazit: eine Seefahrt, zumindest nach Helgoland, ist nicht immer lustig!

Bei der Verabschiedung meint sie dann noch: „Übrigens auch der Schwarzwald ist sehr schön! Da gibt es tolle Wasserfälle und ein spannendes Museum.“ Konrad Sura dagegen mag die Mischung aus Bergen und Wasser. Zunächst verschlug es ihn aus beruflichen Gründen an den Bodensee. Dort gefiel es ihm so gut, dass er seine Frau dorthin zum Urlauben nachholte und beide verbrachten dort immer wieder erlebnisreiche Zeiten. Berge und Wasser, einfach perfekt!

Auch er strahlte beim Erzählen so sehr, dass die Freude über die Erinnerungen auf mich übersprang. Besonders die kleine Insel Mainau, mit ihrer großen Blumenvielfalt hat großen Eindruck bei ihm hinterlassen! Genauso wie der Rheinfall bei Schaffhausen. Mit 23 Metern Höhe und 150 Metern Breite konnte das Ehepaar den größten Wasserfall in Europa bestaunen. Ein beeindruckendes Naturschauspiel. Außerdem sind Städte wie Lindau, Bregenz und Konstanz in guter Erinnerung geblieben. Die vielen Restaurants und Cafés, die direkt am Wasser liegen und zu einer Pause nach einer Wanderung einladen, sind bis heute nicht vergessen.

Ein absolutes Highlight war für beide eine Nachtschifffahrt auf dem Bodensee mit Tanz. Eine außergewöhnliche Atmosphäre herrschte an Bord und Konrad Sura scheint beim Erzählen ein wenig verträumt. Das wiederum kann ich gut verstehen, denn auch ich war schon viele Male dort und habe nur schöne Erinnerungen an den Bodensee!

Und Apropos See! Malente, eine Großgemeinde im Kreis Ostholstein, Schleswig-Holstein, kann Konrad Sura ebenfalls empfehlen! „Die haben dort fünf Seen und den besten Matjes, den ich je gegessen habe.“ Er erklärt mir, die Rapsblüte und die Luft sei dort ganz besonders schön. Auch zu diesem Ort gibt es eine besonders schöne Erinnerung. Nach der Grenzöffnung nutzte das Ehepaar

die Gelegenheit, einen alten Freund auf Rügen zu besuchen. Das war ein Wiedersehen! Konrad Sura wurde dabei mit einem Foto überrascht, von dessen Existenz er nichts wusste. Er lässt es sich nicht nehmen und zeigt mir das Bild. Ich staune! Ich erkenne ihn darauf fast nicht wieder und wir lachen beide, als ich bemerke, dass er scheinbar ein netter junger Mann war.

Bei der Verabschiedung sind wir beide in Urlaubsstimmung und ich denke mir: „Malente… auch eine gute Idee!“

Ruth Stragierowicz begeistert sich heute noch für das Allgäu. Eine Begeisterung, die ich sehr gerne teile und nur zu gut verstehen kann. Ganz gemütlich mit dem Zug ist man stressfrei dort angereist. „Grüß Gott” hörte man dort überall und fühlte sich gleich heimisch. Zur Unterkunft nutzte man eine Pension bei sehr netten Leuten. „Die sind da alle und vor allem immer so nett”, meint die Bewohnerin und wir fragen uns, woran das wohl liegt. In der Pension gab es Frühstück und ein sehr gemütliches Bett, in dem sie einfach immer gut geschlafen hat. Wir stellen fest, im Allgäu lässt es sich prima schlafen, was wohl an der guten Luft liegen muss. Sie lacht über eine Erinnerung, als sie dort zum ersten Mal war. Damals hat nicht nur sie gestaunt über die Fellfarbe der Kühe. Während die Kühe hier in der Region schwarz-weiß gemustert daher kommen, haben sie dort ein grau-braunes Fell. Das Allgäuer Braunvieh eben. Als nächstes fielen die Glocken auf, die die Kühe um den Hals tragen. Der Grund dafür ist einfach: …. klick zum weiterlesen oder die ganze Ausgabe lesen.

Jeannine Wendelstein,

Kurhaus am Park